Sonnenblumen

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"Leuchttürme" erhielten neues Gewand

Nach der umfassenden Modernisierung präsentieren sich die neu gestalteten Häuser als attraktive Schmuckstücke. Ob für Familien oder Singles – für jeden hat die Wohnungsgenossenschaft das persönlich passende Zuhause.

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Visitenkarte ist richtig aufgeblüht

In herbstlicher Zeit entstand im Quartier der „Grünen Mitte“ ein Blickfang der besonderen Art. Die Punkthäuser Zossener Straße 66 und 68, nahe am Wuhlewanderweg und am Übergang von Marzahn nach Hellersdorf gelegen, erhielten neue Gewänder. Derartige, die selbst die (Bau)-Könige der Haute Couture verzaubern dürfte. Damit geben die zwei Kiez-Leuchttürme eine eindrucksvolle Visitenkarte für Hellersdorf ab.

Der bewundernde Ausspruch „Du bist ja richtig aufgeblüht!“ gewinnt hierbei eine märchenhafte Dimension: die Zwillinge sind aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt worden und legten das Aschenputtel-Image ad acta.

Einfach war es nicht, die Dornenstacheln, sprich die kniffligen Probleme während des Bauablaufes zu überwinden. Denn jedes Haus hat seine ganz spezielle Charakteristik. Das ist auch beim Plattenbau nicht anders. Der immense Aufwand bei der Vorbereitung zahlte sich letztlich aus, zumal ebenso umfangreiche Bauarbeiten im Siedlungshof 4 der „Grünen Mitte“ – das heißt im Gebiet der Häuserzeilen Luckenwalder Straße 16 - 48 sowie Zossener Straße 86 - 96 - liefen. Dort wurden gleichfalls neue verbreiterte Loggien montiert. Die komplette Fassadensanierung sowie der Umbau von Wohnungen, in denen Küche und Bad mit Fenster geplant werden, erfolgt erst im Jahr 2010.

 „Eine Woche bevor es losging, stand unser Baubüro in der Luckenwalder Straße 22. Dort liefen beim Bauleiter nicht nur alle Fäden zusammen, sondern es war auch der Anlaufpunkt für die jeden Dienstag stattfindende Mietersprechstunde“, nennt Jürgen Faust, Geschäftsführer und Eigentümer der verantwortlichen Projektbau GmbH wichtige Aspekte. Seiner Firma oblagen Planung, Bauüberwachung und Abrechnung aller Prozesse. Gedanklich-fachlich investiert wurde bei der Planung nachhaltig auf die Hauptbühne der Handlung - die Rüstung. Ein zusätzlicher Treppenturm, zwei Aufzüge pro Objekt, ein Regenschutzdach zur Absicherung der Dämmung und anderes mehr garantierten Kontinuität und unbeeinträchtigte Qualität. Und für die Gerüstturner waren die Arbeitsbedingungen dadurch effektiver und sicherer.

Schweißperlen standen allen Beteiligten besonders an kühlen Regentagen auf der Stirn, denn dann lautete die anspielende Etappenlosung Wenn Petrus starker Arm es will, stehen alle Räder still.  „Gemeinsam mussten wir also kreativ gegensteuern, damit der Bauablauf nicht aus dem Ruder lief“, unterstreicht Hannelore Stingl vom Team Technik der „Grünen Mitte“. Der Einsatz von jeweils einem zweiten Kran an der Baustelle Zossener Straße und dann gleichfalls im Siedlungshof  4 sowie die flexible Anpassung der Arbeitskräfte an die Tagesaufgaben gehörten wirksam dazu.

Die Belastung für die Mieter hielt sich dadurch auch zeitlich in erträglichen Grenzen. Nachdem Lärm und Staub überwunden waren, fing die sinnenfrohe Etappe an. Buchstäblich jeden Tag erhielten die Gebäude neue Elemente, Farbtöne, Gestaltungsvariationen. „Es gab so viel zum Schauen“, erinnert sich Frau Steinert-Stolzenburg. „Alles ist wunderbar gelungen. Schöner, als ich es mir vorstellen konnte“, meint sie lobend. Höchst zufrieden ist auch Familie Wiek. „Die Fassade ist große Klasse und vor allem die völlig neuen Loggien sind sehr schön geworden“, freuen sie sich. Die architektonisch attraktiven Konstruktionen  erstrecken sich um die jeweiligen Hausecken und erlauben dem Mieter mit der Sonne zu wandern. Spiegelung des Prinzips mit handwerklichem Können das Machbare zu ermöglichen ist die herrliche Fassadengestaltung. Großflächige Sonnenblumen grüßen in die Welt und erfreuen den Betrachter mit einem wahren Augenschmaus. Roberto Herold, der erfinderische Maler, ist der Überbringer dieser lebensfrohen Botschaft. „Vorher habe ich alles komplett ausgemessen, in Raster eingeteilt, mit einem normalen Zimmermannsstift vorgezeichnet, die Linien abgemessen und dann Rasterfeld für Rasterfeld die farbliche Vorlage umgesetzt“, erläutert er seine Vorgehensweise. Den Grundton hatte eine Malerfirma genau nach Plan vorgestrichen. Der gelernte Feinblechner weiß mit zarten Farbschattierungen genauso gut umzugehen wie mit robuster Wandschminke. „Ein Held der Höhe bin ich nicht“, meint er angesichts des Arbeitens in gut dreißig Meter Höhe, bei eisigem Wind und feuchter Kühle. „Aber eine so ordentliche Rüstung habe ich anderswo nicht erlebt, das gab mir selber stabile Sicherheit.“ Als Herr der Farben ist Roberto Herold  ein gefragter Akteur. Auch bei der weltweit beachteten Domino-Aktion am 9. November in Berlin war er mit zwei Auftragswerken vertreten. 

Roberto Herold, der Sonnenblumen-Flüsterer

Und so kommt es nun, dass die Mieter gewissermaßen in einem lebendigen Kunstwerk leben.

Damit nicht genug, denn neben allem künstlerischen Sinn war natürlich das pragmatisch-praktische Handeln ebenso gefragt. Um Energie in Größenordnungen sparen zu können, wurden die Fassaden mit einem Wärmedämm-Verbundsystem umhüllt. Zudem erfolgte eine Liftung der gesamten Heizungsanlagen – treffliche Voraussetzung trotz stetig steigender Preise durch die Energiekonzerne den Geldbeutel spürbar zu entlasten.

„Vor dem Baustart kreiselten die bangen Gedanken – ob auch alles ohne Dramatik und massig Ärger klappen wird?! In Staub und Hitze, bei kaltem Wind und trüben Wetter erschufen die Bauleute und der Künstler Schön-Praktisches für alle Sinne. Höchste Punktzahl für Pflicht und Kür“, fasst Mieterin Doris Fuhrmann die arbeitsreichen Wochen samt  Resultate zusammen. Die Worte Geborgenheit und Heimat erhalten damit angenehm farbige Konturen. Vielleicht bis in alle endliche Ewigkeit.

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